Verlust der vertikalen Dimension

Dr. Francesca Vailati M.Sc., Genf | PD Dr. M. Oliver Ahlers, Hamburg | Dr. Uwe Blunck, Berlin | Prof. Dr. Thomas Attin, Zürich

GAK Spezial 2015 | 10.07.2015 | 09:00 Uhr

Editorial

Liebe Mitglieder,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,

ein Phänomen, welches wir in der letzten Zeit vermehrt beobachten können, ist der non-kariöse Verlust an Zahnhartsubstanz und damit schleichend, aber stetig einhergehend: der Verlust an vertikaler Dimension.

Anfänglich kaum zu bemerken, schon gar nicht restaurativ zu behandeln, kommt man über die Zeit an einen Punkt, an dem sich einerseits die Therapie nicht mehr umgehen lässt, sich andererseits der zu betreibende Aufwand aber immens erhöht hat. Natürlich interessieren an dieser Stelle die verschiedenen restaurativen Konzepte, sei es direkt mit Kompositen oder indirekt mit Keramik oder Gold, und selbstverständlich in gleichem Maße die Frage nach der Stabilität des erzielten Ergebnisses. Aber ist dieses Ergebnis nur von der Materialauswahl und dem therapeutischen Vorgehen abhängig?

Sicherlich nicht! Selbstverständlich benötigen wir ein profundes Wissen über die Ätiologie dieses Substanzverlustes, sei sie funktionell oder nutritiv bedingt. Und genauso selbstverständlich benötigen wir hierfür eine funktionelle Diagnostik, um eventuelle Schäden am Kauorgan, die über den reinen Substanzverlust hinausgehen, erkennen und auch therapieren zu können, bevor wir mit der Restaurierung beginnen. Wie erkennen wir, in welchem Ausmaß unsere Patienten an einem gestörten Kauorgan leiden, und wann ist – nach entsprechender Vorbehandlung – der geeignete Zeitpunkt gekommen, eine definitive Restauration einzugliedern?

Für diese komplexen Fragestellungen, haben wir für unser 2-tägiges GAK Spezial 2015 ein Expertenteam eingeladen, welches jedes Problem und die entsprechenden Fragestellungen aus einem spezialisierten Blickwinkel betrachtet.

Oliver Ahlers hat im Bereich der Diagnostik und Therapie funktionsgestörter Patienten einen Ruf, der weit über die Grenzen von Hamburg (von dem aus er sein CMD-Centrum Eppendorf leitet) hinaus bekannt ist. Für die Ätiologie kommt mit Thomas Attin ein Wissenschaftler und Kliniker aus Zürich zu uns, der auf diesem Gebiet zurecht als sehr erfahren gilt, und aus Berlin haben wir mit Uwe Blunck einen Referenten eingeladen, der die Rezeptküche der Adhäsion wie kaum ein Zweiter kennt und uns alle Spielarten der Verbindung zwischen Kompositen und Keramiken an die verschiedenen Oberflächen, die wir in der Mundhöhle finden, zeigen kann. Francesca Vailati aus der Genfer Schule um Prof. Belser wird uns ihr ausgeklügeltes restauratives Vorgehen umfassend zeigen, welches größtenteils auf geringgradigem bis noninvasivem additiven Keramikersatz beruht.

Bei so viel Information können wir naturgemäß nicht auf ein ebenbürtiges gesellschaftliches Programm verzichten und laden am Freitagabend, fast schon gewohnheitsmäßig, zur GAK-Party ein. Wie immer legen wir hierbei nicht nur Wert auf gehobene Kulinarik, sondern verzichten auch bei der Musik auf Konserven und haben wieder eine Live-Band gefunden, die qualitativ zum GAK und der geplanten Veranstaltung passt.
Alf-Henry Magnusson

Bitte melden Sie sich rechtzeitig an und genießen so den Vorteil der Frühbucherrabatte und ermöglichen uns dadurch eine reibungslose Planung dieses spannenden GAK Spezials.

In diesem Sinne freue ich mich auf ihr zahlreiches Erscheinen und verbleibe mit lieben Grüßen

Alf-Henry Magnusson

Downloads:

Diese Dateien lassen sich mit dem während der Veranstaltung ausgegebenen Passwort öffnen und ausdrucken. Das Passwort kann bei der Geschäftsstelle des GAK Stuttgart, Frau Hunger angefordert werden: hunger@gak-stuttgart.de