Medizin trifft Zahnmedizin

Dr. med. Catherine Kempf, München | Dr. Friedemann Weller, Reutlingen

GAK 225 | 17.05.2017 | 14:00 Uhr

Editorial

Liebe GAK Mitglieder,
sehr verehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen,

haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was Sie mit der Vielfalt an Informationen Ihres Anamnesebogens tatsächlich in Bezug auf Ihre zahnärztliche Behandlung anfangen?

Jeder von uns fragt doch die Allgemeinerkrankungen und regelmäßige Medikamenteneinnahme ab, doch was machen wir anschliessend mit den Informationen?
Was nutzen sie uns, und wieviel verstehen wir wirklich davon?

Wenn Sie sich auch hin und wieder die Frage stellen und nicht immer
eine adäquate Antwort parat haben, dann lade ich Sie zu einem medizi-
nischen Update ein, das speziell für Zahnmediziner zusammengestellt wurde und Licht ins Dunkel sowie Sicherheit für unsere  Behandlungen bringt.

Wie auch in unserem Fachgebiet entwickelt sich die Humanmedizin ständig weiter.
Jeder, der moderne Zahnheilkunde praktizieren möchte, sollte auch ein Grundwissen über die moderne Humanmedizin und ihre heutigen Behandlungsmethoden haben.
Oftmals hat man sich im Studium zuletzt intensiver mit Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder Blutgerinnungshemmern beschäftigt.

Daher freue ich mich besonders, dass wir ein GAK Seminar zu diesen Themen mit zwei hervorragenden Referenten auf die Beine stellen konnten.

Ihr


Dr. Michael Fischer

 

--> Parallelveranstaltung für Mitarbeiterinnen: GAK 225a: Teamgeist - Ihr Mehrgewinn im patientenorientierten Tagesablauf

 

Medizin trifft Zahnmedizin

„Nicht der orale Befund, sondern der MENSCH muss im Mittelpunkt des zahn-ÄRZTLICHEN Handelns stehen.“

Daher braucht der Zahnarzt/die Zahnärztin allgemein-medizinisches Wissen, um ganzheitlich Denken, „Helfen“, Diagnostizieren und Therapieren zu können- auch über den „Lippenrand“ hinaus.

Die allgemein-medizinische Anamnese ist dabei ein geniales Instrument, um mögliche Risikofaktoren schnell zu erkennen. Die Konsequenzen aus der Anamnese für den Umgang, die Betreuung, Therapie und Prophylaxe-Behandlungen müssen dann dem gesamten Praxisteam bekannt sein.

Frau Dr. Kempf und Herr Dr. Weller bieten Ihnen ein abwechslungsreiches Update zu den wichtigsten Risikofaktoren und deren Konsequenzen für Ihren Praxisalltag. Diese müssen unbedingt beachtet werden, um Komplikationen und Zwischenfälle, - auch lebensbedrohliche, zu vermeiden.

Dr. Kempf führt Sie zunächst durch die oft unterschätzte Thematik: „Anamnese: wieso, wann und wie“. Dann wird am Beispiel einer der häufigsten Erkrankungen, der arteriellen Hypertonie, konkret besprochen, welche Konsequenzen aus erhöhten Blutdruckwerten zu ziehen sind. Auch das richtige Blutdruckmessen ist hier hilfreich.

Dr. Weller geht anschließend auf die kardiologischen Risikopatienten ein. Zu den Themen KHK (=koronare Herzerkrankung), Herzinsuffizienz, - Rhythmusstörungen, Herzschrittmacher und AICD erhalten Sie medizinisches Wissen aus „Spezialisten-Hand“, das Ihnen hilft, auch diese Patienten komplikationslos behandeln zu können – sehr wichtig, da ca. die Hälfte aller Notarzteinsätze in der Zahnarztpraxis auf kardiologische Notfälle zurückzuführen sind.

Nach dem Abendessen passt dann ein Thema perfekt: Diabetes mellitus. Dr. Kempf fasst das Wichtigste, von Diagnose, Prognose und Therapie, auch durch den Zahnarzt, zusammen. Dabei wird klar werden, dass sie durch optimierte Mundgesundheit Ihren Diabetiker-Patienten Lebenszeit und -Qualität schenken. Motiviert können sie sich dann auch Ihren Blutzuckerwert kontrollieren lassen.

Zuletzt wird das oft „gefürchtete“ Thema: „Medikamenten-Einnahme und –Verordnung“ systematisch von beiden Referenten abwechselnd aufgearbeitet. Dabei wird den Blutgerinnungshemmenden Medikamenten besondere Beachtung geschenkt. Zudem erhalten Sie viele Informationen und Tipps rund um die Nebenwirkungen (= UAWs), Wechselwirkungen und praxisrelavanten Kontraindikationen.