Moderne Prothetik und Funktion - Das Münchner Konzept

GAK 255 | 26.01.2022 | 14:00 Uhr

Editorial

Liebe GAK-Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen

Dr. med. Jörg LenzKomplexe prothetische Rehabilitationen, oftmals mit massiven okklusalen Problemen, sind in unseren Praxen keine Seltenheit. Sie stellen uns vor große Herausforderungen bei der Planung sowie der Umsetzung. Eine genaue Analyse im Team mit Zahnarzt und Zahntechniker sind eine unverzichtbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.
Zu Beginn der neuen Vortragsreihe des Jahres 2022 haben wir für Sie einen der renommiertesten Prothetiker unserer Zunft gewinnen können. Prof. Dr. med. dent. Daniel Edelhoff und sein Partner ZTM Josef Schweiger werden uns ihr „Münchner Konzept“ vorstellen. Auf diese Weise bekommen wir einen „Fahrplan“ an die Hand, mit dem sich komplexe prothetische Fälle, von der Vorbehandlung bis zur definitiven Versorgung, vorhersagbar planen und umsetzen lassen.
Dieser Kurs ist explizit als Teamkurs für Zahntechniker und Zahnärzte ausgeschrieben.

Freuen Sie sich mit mir auf einen spannenden Vortrag!


Ihr Jörg-Christoph Lenz

 

Inhalt des Teamvortrages

Prof. Dr. Daniel Edelhoff ZTM Josef SchweigerKomplexe Rehabilitationen mit einer Bisslagenveränderung stellen eine besondere Herausforderung an das restaurative Teamund setzen im besonderen Maße ein strukturiertes Vorgehen bei der Behandlungsplanung sowie der primären Definition von Ästhetik und Funktion voraus. Durch die Verfügbarkeit polymer-basierter CAD/CAM-Materialien können innovative Behandlungsstrategien in der Vorbehandlungsphase dazu genutzt werden, mit Hilfe zahnfarbener Okklusionsschienen eine längere „analoge“ Probefahrt zur Exploration des Behandlungsziels einzusetzen. Durch die Teilung in eine Ober- und Unterkieferschiene können die im Wax-up festgelegten ästhetischen und funktionellen Aspekte komplett in die Schienen übertragen und realitätsnah wie auch reversibel durch den Patienten erprobt werden. In jedem Schritt bleibt der Patient aktiv im Mittelpunkt des Geschehens. Dieses „Zwei-Schienen-Konzept“ erhöht die Vorhersagbarkeit und erleichtert eine segmentale Umsetzung in die späteren definitiven Restaurationen. Damit werden die Risiken einer komplexen Rehabilitation minimiert. Moderne zahnfarbene Restaurationsmaterialien erfordern CAD/CAM- und werkstoffgerechte Präparationsgeometrien, die sich heute in neu gestalteten Schleifkörper-Sets wiederfinden. Auch die Feinadjustierung der Okklusion erfordert ein klar strukturiertes Vorgehen mit einem adäquaten Instrumentarium.
Dieser Teamvortrag vermittelt ein einfach umzusetzendes Behandlungskonzept für die moderne Praxis und das Labor, das die ästhetischen und funktionellen Grundsätze berücksichtigt und langzeitstabile zahnfarbene Restaurationen gewährleistet.

An wen wendet sich der Teamvortrag?

An engagierte KollegINNen, die ihre Kenntnisse auf dem Gebiet der modernen restaurativen Zahnheilkunde und aktueller Zahntechnik mit dem Schwerpunkt komplexer Rehabilitationen vertiefen möchten.
 
Was können Sie in dem Teamseminar lernen?

  • Behandlungsplanung nach ästhetischen und funktionellen Gesichtspunkten
  • Analytisches Wax-up und Diagnostische Schablone
  • Team Konzept Zahnarzt – Zahntechniker
  • Temporäre Versorgungsmöglichkeiten als Testphase vor der definitiven Restauration (Münchner Schienenkonzept)
  • Zahntechnische Herstellung zahnfarbener Schienen aus Polycarbonat
  • Auswahl keramischer Implantatabutments und Suprakonstruktion
  • Adäquate Materialauswahl für die definitiven Restaurationen
  • Systematische werkstoffgerechte Präparationstechnik
  • Herstellung von Provisorien für minimalinvasive Präparationsgeometrien
  • Okklusionskonzept
  • Feinadjustierung der statischen und dynamischen Okklusion